Systemimmanente Dynamik

Kontextabhängigkeit und Bedeutungsvariabilität
Die Bedeutung sprachlicher Einheiten weist einen hohen Grad an Variabilität und Offenheit auf. Diese Bedeutungsunbestimmtheit wird im Sprachgebrauch über kontextabhängige Deutungen zugunsten einer nur sehr geringen Varianz aufgelöst. Wie diese Bestimmung spezifischer Bedeutungen zustande kommt, ist insbesondere für die Domäne des Satzes noch weitgehend ungeklärt. Welche sprachlichen Mechanismen sind für solche kontextabhängigen Interpretationen verantwortlich? Wie interagieren kombinatorische Prinzipien der Satzbedeutung mit pragmatischen Strategien bei der Berechnung von Bedeutung?
A1 (Maienborn) Kombinatorische Bedeutungsvariation an der Semantik/Pragmatik-Schnittstelle
A2 (Bauer/Beck) Möglichkeiten und Grenzen der Interpretierbarkeit im Kontext
A3 (Hinrichs) Desambiguierung von Diskurskonnektoren mit korpusinduzierten semantischen Relationen
A4 (Meurers) Bedeutungsvergleich im Kontext: Komponenten einer flachen semantischen Analyse
A5 (Rapp) Bedeutungskonstitution bei infiniten Verbalformen
A7 (Winkler) Fokuskonstruktionen und Freezing

