Systemverändernde Dynamik

Einzelsprachabhängigkeit und semantische Variation
Überlegungen zur Sprachvariation richten sich traditionell auf die Bereiche von Morphologie und Syntax; interpretationsbezogene Mechanismen gelten demgegenüber gemeinhin als universal. Jedoch weichen die von den Einzelsprachen bereitgestellten Strukturen zum Ausdruck desselben Sachverhalts oft stark voneinander ab, sodass auch bei den von einer Grammatik gesteuerten Interpretationsmechanismen mit Sprachvariation zu rechnen ist. Was sind die Möglichkeiten und Grenzen dieser semantischen Variation? Wo und wie sind die Optionen für derartige Variation in der Einzelsprache lokalisiert? Wie haben sich diese Formen von Sprachverschiedenheit entwickelt und in welcher Weise ist Wandel möglich? Wieweit unterliegt dieser Wandel seinerseits universalen Gesetzen oder Tendenzen?
C1 (Beck) Parametrische Variation in der Interpretationskomponente der Grammatik
C2 (Berger) Verbalaspekt im Text: Kontextuelle Dynamisierung vs. Grammatik. Ein Vergleich des tschechischen und des russischen Systems
C3 (Kabatek) Variation und Dynamik nominaler Determination
C4 (Koch) Ambiguitätsphänomene in der Diachronie romanischer Sprachen: Verb und Aktanten

